Chronik

Lieber Leser,

diese Chronik wurde von Wilfried Geisler, DK6BM, geschrieben und wir hoffen, dass diese auch vollständig ist.
Sollte es jedoch Fehler in der Zeit oder auch zu Personen geben, dann bitten wir um Entschuldigung. Aber nach fast 70 Jahren OV Bremen kann das mal passieren.


Es begann 1933. Damals wurde in Bremen der “Radio Klub Bremen” gegründet. Das regelmäßige Treffen der damaligen Funker fand am Altenwall statt.  Dort gründeten drei Funker – allesamt Mitglieder des DASD – Deutscher Amateur Sende Dienst – am 04.November 1933 eine Ortsgruppe.

Die Gründungsmitglieder waren OM Schierenbeck, OM Hans Rentsch und OM Holm. Zwei OM`s hatten Rufzeichen und zwar D4BQK und D4BJK.

Der erste OVV war OM Schierenbeck. Unter seiner Leitung begannen sofort die DE-Kurse in der Seefahrtschule. Nach einem halben Jahr konnte dieser Kurs erfolgreich und feuchtfröhlich in der Hafenkantine beendet werden.

Die Jahre und der Krieg

Ab 1935 wurden die ersten Lizenzprüfungen vor dem Kriege abgenommen und bis zum Kriegsbeginn gab es 10 Lizenzen in Bremen. Die Lizenzinhaber waren OM Stille, OM Voigt, OM Schätzke, OM Müller, OM Dr. Jurnany, OM Goldmann, Gustav und Erika Capelle, OM Meyer und OM Wegener.

Die letzten Liezenzprüfungen wurden im November 1936 abgenommen. 1939 wurden, wie überall im Reich, die Lizenzen bei Kriegsausbruch eingezogen, parallel dazu die Amateurfunkstationen.

Ostern 1940 war es in Bremen erst einmal mit der absoluten Funkstille vorbei, jedoch durften nur 2 OM`s Funkbetrieb machen. Nach dem Kriege erfolgte 1946 die Gründung des Württembergisch-Badischen-Radio Clubs.
Ebenfalls erwachte in Bremen der “ Radio – Klub – Bremen” zu neuem Leben.

Nach dem Krieg

1947, im Mai, wurden Genehmigungen für die britische Zone in Hamburg erteilt. Im Juni des selben Jahres fand in Stuttgart die erste Nachkriegstagung der KW-Amateure statt. Im Juli wurde der Radio-Klub-Bremen von der Amerikanischen Militärregierung genehmigt. Lizenzen gab es jedoch noch nicht. Jedenfalls keine offiziellen.

1948 erfolgte im Januar der Zusammenschluss der Sektion des Radio-Klubs-Bremen mit dem DARC/BZ in Hamburg. Von da an ging es zügig voran.

11. Februar 1948 : Gründung des OV Bremen im DARC

19. Februar 1948 : Gründung des OV Vegesack

24. Februar 1948 : Gründung des OV Bremerhavens

20. März 1948 : Zusammenlegung der Distrikte Nordsee des DARC/BZ und Bremen zum neuen Distrikt Nordsee. Zum ersten Distriktsvorsitzenden des neuen Distrikt Nordsee wurde OM Hans Goldmann gewählt.

02. Juli 1948 : Grundsätzliche Genehmigung der Ausgabe von Sendelizenzen für Deutschland durch die Militärregierung.

29.Juli 1948 : Es werden die ersten Lizenzprüfungen nach dem Kriege bei der Oberpostdirektion Bremen abgehalten. 20 Bremer Prüflinge bestanden die Prüfung. Bis zur Zustellung der Lizenzurkunden, vergingen dann noch neun Monate.

Am 26. März 1949 wurden die neuen Lizenzen im Überseeheim am Flughafen gefeiert.

Erster OVV vom OV Bremen im DARC war 1948 Alexander Schmidt DL1PH. Ihm folgte 1949 Herbert Osmers DL1KL.
Ab 1950 übernahm für einige Jahre OM Goldmann DL1KH die Leitung des OV Bremen. Ab 1953 bis 1968 waren folgende OMs OVV: Alfred Wührmann DL9XJ, Klaus Wunderlich DJ4FW, Wolfgang Strauß DL1RZ, Günter Fiedler DJ3LD,  1968 übernahm Hans Rund DJ8HR bis 1972 die Geschicke des OV. Er wurde von Werner Schönfeld DJ4FR für ein Jahr übertragen und gab 1973 die Leitung in die Hände seines Stellvertreters Jürgen Falk DJ1XC.  1974 wurde Horst Panzer DJ6IU zum OVV gewählt und hatte das Amt 4 Jahre und wurde im März 1978 von OM Gerhard Müller DJ1KN abgelöst, der das Amt bis März 1984 hatte. OM Dr. Rudi Thiele bis März 1986. Heiko Stuckenschmidt DH1BAY hatte das Amt bis 1990.  Dann erweichte sich wieder Gerhard Müller DJ1KN, der das Amt bis 1994 inne hatte. Uwe Evertz DG7BBU wählte man 1994 und war vier  Jahre bis 1998 OVV.
Seit 1998 hat Werner Poguntke DL1BLW das Amt des Vorsitzenden vom Ortsverband Bremen.

Die Mitgliederzahlen entwickelten sich wie folgt

Nach 20 Jahren hatte I04 103, nach 25 Jahren 160 und nach 50 Jahren 285 Mitglieder. In Spitzenzeiten konnte der OV Bremen auch schon einmal 320 Mitglieder aufweisen. Durch OV-Neugründungen im Bremer Umland gingen dem OV Bremen aber auch eine Menge Mitglieder verloren. Das Gebiet von I04 erstreckte sich im Anfang von Bremervörde im Norden bis Syke im Süden, Achim im Osten und Delmenhorst im Westen.

Seit 1959 gibt es die Bremer Nachtfuchsjagd. Um diese Veranstaltung haben sich folgende OM`s verdient gemacht und durch Ihr großes Engagement zu heutiger Blüte gebracht:  DL1KL, DL1KM, DJ8HR, DJ8YZ, DJ5DE, DL9XV und die vielen Füchse.

Ein weiteres Bremer Symbol ist das WXBR-Diplom das ebenfalls im Jahre 1959 entstanden ist und von Hans Rund 20 (zwanzig) Jahre gemanagt wurde.

Das OV-Rundschreiben

Regelmäßig wurden die Mitglieder von I04 und 20 umliegende Ortsverbände des Distriktes Nordsee viermal im Jahr mit Rundschreiben versorgt.